KR24#4
Hauptstrasse


Montag, 5. August 2024
19.00 – 22.00 Uhr







Trix Brechbühl

*1987 (Bern)

Trix Brechbühl arbeitet und lebt als freischaffende Illustratorin und Künstlerin in Luzern. 2018 schliesst sie ihr Studium an der Hochschule Design&Kunst ab. Seither organisiert sie ihr gestalterisches Schaffen in kollektiven Atelierstrukturen, in denen jeweils die Verbindung von visueller Gestaltung und weiteren Kunst- und Kulturformen durch Austausch und Kooperation gelebt wird. Trix ist Teil des Siebdruckkollektives Müscle, das die Druckwerkstatt im Sedel in Luzern betreibt. Ihr gestalterisches Arbeiten ist geprägt von der Vorliebe für analoge Druckverfahren und der Leitfarbe Schwarz.





Roy Menachem Markovich

*1979 (Tel Aviv-Jaffa)

Roy Menachem ist Absolvent der HaMidrasha School of Art, Beit Berl College, Israel. Als Videokünstler und Bildhauer arbeitet er mit Materialien, die er gerade zur Hand hat, um DIY-Filmkulissen und Installationen zu schaffen. Seine verspielten Skulpturen und halbrealistischen Filmaufnahmen reichen von vermeintlichem Nonsense bis hin zu tiefgründiger Kulturkritik. Von winzig bis kolossal, extrahiert er die Sinnlichkeit des Mediums und vergrößert fragile Momente des Lebens. In seiner Arbeit konzentriert er sich auf Themen wie Reality-TV, die Geschichte des Kinos, Lokalität, nationale Traumata, ständiger Ausnahmezustand und Humor. Einzelausstellungen waren unter anderem bisher im Message Salon- Perla Mode in Zürich, in der Klubovna Gallery in Brünn, bei Koc in Hannover, The Artists Residence in Herzliya, Uri & Rami Nehoshtan Museum und im Kibbutz Ashdot Yaakov zu sehen. Seine Werke wurden in zahlreichen Gruppenausstellungen und Festivals auf der ganzen Welt gezeigt, unter anderem in der Tate Modern in London, im MACBA in Barcelona, im Redcat in Los Angeles, in der MeetFactory in Prag, im CCA in Tel Aviv, im Torrance Art Museum in Los Angeles und im Tel Aviv Museum of Art.





Nicola Genovese

*1971 (Venedig)

Ich bin daran interessiert, die Beziehungen zwischen Materialien zu erforschen,
wie sie miteinander kommunizieren und wie sich Hierarchien entwickeln, wenn die Materialien interagieren müssen. Jedes Material trägt seine eigene Geschichte in sich, aber diese Geschichte kann in Frage gestellt werden, vor allem durch unerwartete Beziehungen. Die Formen und Materialien, die ich ins Gespräch bringe, existieren körperlich, auch wenn sie versuchen, ihrer biologischen Bestimmung zu entkommen. Ich habe eine Materialität entwickelt, die den Kampf zwischen Alterität und Identität unterstreicht. Identitäten sind sozial konstruiert, werden aber gleichzeitig in dem Maße verinnerlicht, wie sie Fleisch werden. Materialität kann in der Tat nicht nur mit Hilfe von Diskursen und kulturellen Instrumenten analysiert werden. In meiner Ästhetik gibt es queere Camp-Elemente, die den männlichen Körper in Frage stellen, und Verweise auf die mittelalterliche und barocke groteske/karnevaleske Tradition. Gleichzeitig taucht traditionelle Männlichkeit als Gegenreaktion auf. Für mich ist Dekoration nicht gleichbedeutend mit Oberflächlichkeit, sondern eher ein
Werkzeug, um Inkongruenz zu erzeugen. Die hybriden Skulpturen, die ich entwickle, beanspruchen ihre Ambivalenz, aber andererseits müssen sie zu einer Art stabiler Form zurückkehren. Ambivalenz ist nicht nur als ein Wechselspiel von Gegensätzen zu verstehen, sondern vielmehr als der gesamte Prozess der Verschiebung der Aufmerksamkeit von einem stabilen Bild zu einem anderen.





Gestaltung David&Golia